Missstände bei der Eurobahn

Nachdem es bereits Anfang Januar zu erheblichen Verzögerungen bzw. Ausfällen durch nicht schließende Türen und defekte Triebwagen beim RB 50 „Der Lünener“ auf der Strecke Münster-Dortmund kam, nun ein weiterer peinlicher Vorfall bei der Eurobahn.

Am vergangenen Samstag verstanden zahlreiche Fahrgäste – unter ihnen auch viele Fußballfans nach dem BVB-Spiel gegen Leverkusen – buchstäblich nur Bahnhof. Es schien, als würde das gewöhnlich hohe Fahrgastaufkommen an einem Bundesliga-Wochenende die Eurobahn vollkommen überfordern. Der erste Zug um 18.35 Uhr konnte wegen defekter Türen den Dortmunder Hauptbahnhof nicht verlassen und auch der zweite Zug eine Stunde später konnte nicht planmäßig abfahren.

Die Fahrgäste wurden die ganze Zeit über die Situation im Ungewissen gelassen. Auch die zur Beruhigung der aufgeheizten Stimmung hinzu geeilten Hundertschaftspolizisten hatten keinerlei Informationen darüber, ob und wann ein Zug Richtung Münster fahren würde und konnten daher die Lage nur eingeschränkt entspannen. Zu allem Überfluss ließen sich zwischenzeitlich die Zugtüren nicht mehr öffnen und das Licht im Zug war ausgefallen.

„Diese Zustände im ÖPNV zwischen Dortmund und dem Kreis Unna sind unhaltbar“, so die in Lünen wohnende Kreisvorsitzende der Jungen Union Kreisverband Unna, Magda Aksamit. Auch wenn die Eurobahn ein privates Eisenbahnunternehmen sei, so verbleibe doch eine staatliche Verantwortung für die zuverlässige Aufrechterhaltung des Nahverkehrs.

„Die zuständigen Stellen müssen sich schnellstens Gedanken machen, wie sie dieser Verantwortung nachkommen können. Der Eurobahn muss deutlich gemacht werden, dass es so nicht geht.“ Von der Deutschen Bahn seien Zugreisende viel Leid gewohnt, doch der private Anbieter mache es anscheinend kein Stück besser.

Aus für Fachhochschule im Kreis Unna

„Für junge Leute aus dem Kreis Unna wäre es sicherlich eine schöne Nachricht zum Ende des Jahres gewesen, wenn Lünen, Bergkamen und Unna als Standorte für die Fachhochschule ausgewählt worden wären.“, kommentierte die Kreisvorsitzende der Jungen Union Unna, Magda Aksamit, das Aus der örtlichen Bewerbung.

Durch einen positiven Bescheid hätte man jungen Menschen vor Ort eine attraktive Ausbildungsmöglichkeit eröffnen und zusätzlich Studierende von außerhalb für den Kreis Unna gewinnen können. Durch die damit entstehende Verbundenheit hätte zusätzlich eine Abwanderung qualifizierter zukünftiger Fachkräfte verhindert werden können.

Die Kreisvorsitzende fragt sich, ob es geklappt hätte, wenn sich Landrat Makiolla engagierter um das Projekt gekümmert hätte. Es sei zudem schade, dass Makiolla von der negativen Rückmeldung noch nicht einmal überrascht sei. Das Hauptaugenmerk müsse nun auf die Gespräche mit der zukünftigen FH Hamm-Lippstadt gelegt werden, so dass man sich durch Lünens Erfahrungen mit der Kreislaufwirtschaft wenigstens fordernd positionieren kann.